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Abseits-WM in Hamburg: Afghanistan, Pakistan und die Türkei sind qualifiziert [16.05.06]
In Hamburg veranstalten die Mitarbeiter der
Initiative »Abseits – Die WM der
Asylsuchenden« vom 16. bis
20. Juni ein interna
tionales Fußballtur
nier. Im Mittelpunkt
stehen dabei: Fußball,
Freundschaft, Verständigung und jede Menge
Unterhaltung.
 Das Motto der im Juni beginnenden Fußball-WM in Deutschland
lautet bekanntlich »Die Welt zu Gast bei Freunden«. Zentrales
Thema dieses Slogans ist die menschliche Begegnung
unter angenehmen, freundschaftlichen Bedingungen. Freunde
wollen die Deutschen bzw. wollen die Veranstalter sein
für die Gäste, die sich im Sommer für einen Monat hier aufhalten,
um einen Erlebnisurlaub mit dem Höhepunkt der WM
zu verbringen. Dass sich in Deutschland aber bereits vor und
nach diesem kurzen Zeitraum der WM Gäste aufhalten, die
weniger aus freien Stücken hierzulande leben, als vielmehr
deshalb, weil sie in ihrem Land bedroht werden, gerät bei
dem pompösen WM-Rummel und auch sonst leider viel zu
schnell in Vergessenheit. Die unabhängige Initiative »Abseits
– die WM der Asylsuchenden«, die sich aus ehrenamtlich
arbeitenden Journalisten, Schauspielern, und Künstlern
zusammensetzt, versucht die Öffentlichkeit für diese Thematik
zu sensibilisieren. Denn allein in Hamburg leben derzeit
12.000 Asylsuchende und Flüchtlinge. Sie willkommen zu
heißen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, freundlich aufgenommen
zu werden während ihres Aufenthaltes, ist eines der
Ziele der Initiative.
| Vom 16. bis zum 20. Juni wird die so genannte »WM
der Asylsuchenden« im Hamburger Schanzenpark stattfinden.
Es handelt sich bei der Veranstaltung allerdings weniger um
einen internationalen Wettbewerb im eigentlichen Sinn. Die
Mannschaften setzen sich aus Asylsuchenden verschiedener
Nationalitäten zusammen, die meisten kommen aus Afghanistan,
Pakistan oder der Türkei. Je acht Startplätze in den Alterklassen
Jugendliche bis 16 und Erwachsene sind im Spielplan
der WM vorgesehen. Als Schiedsrichter werden Schauspieler
aus dem Kinoerfolg »Das Wunder von Bern« fungieren.
Das Turnier beschränkt sich auch keineswegs auf die Ereignisse
auf dem Platz, sondern bietet auch ein ansprechendes
Rahmenprogramm. Mit einem afghanischen Buffet, Live-Musik
und einer Pressekonferenz wird das außergewöhnliche
Turnier eröffnet. Lesungen, Theaterstücke, weitere Konzerte
namhafter Bands und Partys fi nden an den übrigen Turnierabenden
im »Kulturhaus 73« statt.
| Fußballinteressierten sei die »WM der Asylsuchenden« ans
Herz gelegt. Spieler, die selber aktiv teilnehmen möchten, können
sich an Zdenka Hajkova wenden. Und auch all diejenigen,
die das Turnier – in welcher Form auch immer – unterstützen
möchten, schreiben an: mithelfen@abseits-wm.de
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Autor: Niels Müller
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